Wenn Menschen ins Krankenhaus kommen, vertrauen sie darauf, gut und sicher behandelt zu werden. Doch wie wird Patientensicherheit im Alltag eigentlich gewährleistet? Im Kreiskrankenhaus Greiz-Ronneburg spielt dieses Thema eine zentrale Rolle – oft abseits dessen, was Patienten direkt wahrnehmen.
Ein wichtiger Baustein ist die eindeutige Identifikation: Vor Untersuchungen oder Eingriffen wird sorgfältig überprüft, ob Patient, Behandlung und Dokumentation eindeutig zusammenpassen. So sollen Verwechslungen ausgeschlossen werden. Ebenso wichtig ist die Kommunikation zwischen den beteiligten Fachkräften. Ärzte, Pflegepersonal und weitere Berufsgruppen stimmen sich regelmäßig ab, damit wichtige Informationen vollständig und verständlich weitergegeben werden.
Auch beim Umgang mit Medikamenten gelten klare Standards. Verordnungen werden genau geprüft – etwa hinsichtlich Dosierung, Verträglichkeit und möglicher Wechselwirkungen. Bei Operationen sorgen verbindliche Abläufe dafür, dass Eingriffe eindeutig dem richtigen Patienten an der richtigen Körperstelle zugeordnet werden.
Ein Bereich, den Patienten besonders wahrnehmen, ist die Hygiene. Konsequente Maßnahmen helfen dabei, Infektionen zu vermeiden. Ergänzend setzt das Krankenhaus auf Programme zur Sturzprävention sowie zur Vermeidung von Druckgeschwüren, insbesondere bei älteren oder in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen.
Um diese Themen weiter zu bündeln, hat das Krankenhaus eine eigene Kommission für Patientensicherheit eingerichtet. Zusätzlich engagiert sich die Kreiskrankenhaus Greiz-Ronneburg GmbH im Aktionsbündnis Patientensicherheit, einem bundesweiten Netzwerk, das Maßnahmen zur sicheren Versorgung entwickelt und Einrichtungen miteinander vernetzt.
Dieser Austausch gewinnt auch vor dem Hintergrund aktueller gesundheitspolitischer Entwicklungen an Bedeutung. Die geplanten Reformen im Krankenhausbereich setzen stärker auf Qualität, Transparenz und klare Standards. Patientensicherheit gilt dabei zunehmend als zentraler Maßstab für eine zukunftsfähige Versorgung.
Gleichzeitig zeigt sich: Mit steigender Komplexität medizinischer Behandlungen wachsen auch die Anforderungen an sichere Abläufe. Fachleute fordern deshalb, Patientensicherheit noch konsequenter systematisch zu verankern – etwa durch verbindliche Standards, klare Verantwortlichkeiten und eine offene Fehlerkultur.
„Patientensicherheit ist kein einzelnes Projekt, sondern Teil unserer täglichen Verantwortung“, sagt Chefarzt Dr. Volkert. „Wir hinterfragen unsere Abläufe kontinuierlich und entwickeln sie weiter – immer mit dem Ziel, unseren Patienten die bestmögliche und zugleich sichere Behandlung zu bieten.“ Geschäftsführer Dr. Tommy Jehmlich ergänzt: „Die Mitgliedschaft im Aktionsbündnis Patientensicherheit bestätigt unseren Anspruch, Qualität und Sicherheit stetig weiterzuentwickeln. Für uns bedeutet das, aufmerksam zu bleiben, offen für Verbesserungen zu sein und Verantwortung zu übernehmen – für die Menschen in unserer Region.“
Für Patienten bedeutet das: Viele Sicherheitsmaßnahmen laufen im Hintergrund – sie sind aber ein entscheidender Faktor dafür, dass moderne Medizin auch in Zukunft verlässlich und sicher bleibt.
Wie sicher ist mein Krankenhaus?




