Von der Kindheitsidee zur Lebensaufgabe

Antje Wohmann über Zusammenhalt, Verantwortung und die Zukunft der Geriatrie in Ronneburg

Manche Lebenswege beginnen mit einem Kindheitstraum. Mit einem Wunsch, der viel über einen Menschen erzählt: für andere da zu sein, Halt zu geben, Sicherheit zu schenken – gerade dann, wenn es wirklich darauf ankommt. Antje Wohmann wollte als Kind Hebamme werden. Sie wollte Menschen ins Leben begleiten, ihnen Zuversicht geben und in besonderen Momenten an ihrer Seite stehen. Als die Zeit der Berufswahl kam, entschied sie sich schließlich für die Krankenpflege. „Hebamme kann ich immer noch werden“, dachte sie damals. Heute, viele Jahrzehnte später, ist sie es nicht geworden. Und doch ist aus diesem frühen Wunsch etwas geblieben, das ihr Berufsleben bis heute prägt: Menschen zu begleiten – mit Erfahrung, Wärme, Klarheit und einem tiefen Verantwortungsgefühl.


Seit April 2023 ist Antje Wohmann Bereichsleitung der Fachklinik für Geriatrie in Ronneburg. Sie ist seit 1987 examinierte Krankenschwester, arbeitete 34 Jahre lang in Vollzeit im Drei-Schicht-System und meisterte diesen Weg als alleinerziehende Mutter. Vor rund 15 Jahren absolvierte sie die Fortbildung zur Leitungskraft in der Pflege und übernahm später Verantwortung als Stationsleitung in einer Klinik für Hauterkrankungen. Nach mehr als 30 Jahren in der Akutpflege suchte sie eine neue Herausforderung – und fand sie in Ronneburg, in der Fachklinik für Geriatrie.
Dort ist sie heute eine feste Größe. Eine Frau, die weiß, was Pflege bedeutet. Nicht aus Lehrbüchern, sondern aus gelebter Erfahrung. Aus Nachtschichten, Verantwortung, Teamarbeit, Grenzsituationen, kleinen Erfolgen und Momenten, in denen ein Lächeln eines Patienten mehr sagt als viele Worte.
Als Bereichsleitung am Standort Ronneburg ist Antje Wohmann verantwortlich für die Organisation, Führung und Qualitätssicherung des Pflegebereichs. Zu ihren Aufgaben gehören die Steuerung der Arbeitsabläufe auf den Stationen, die Sicherung der Pflegequalität, die Einhaltung geltender Standards, Personalfragen, Dienst- und Urlaubsplanung, Hygiene- und Arbeitsschutzmaßnahmen sowie die Organisation von Fort- und Weiterbildungen. Ebenso wichtig ist die enge Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten, Psychologen, und dem Sozialdienst. Denn Geriatrie bedeutet nicht, nur eine Erkrankung zu behandeln. Geriatrie bedeutet, den ganzen Menschen zu sehen.

Viele Patienten kommen nach Operationen, Stürzen, Schlaganfällen oder akuten Erkrankungen nach Ronneburg. Häufig bringen sie mehrere gesundheitliche Einschränkungen mit. Neben körperlichen Beschwerden spielen auch psychische Belastungen, Unsicherheiten im Alltag, soziale Faktoren, familiäre Situationen oder das Gefühl des Alleinseins eine große Rolle. Ziel der geriatrischen Behandlung ist es, Selbstständigkeit, Mobilität und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten oder wiederherzustellen. „Wir behandeln hier keine Erkrankungen, sondern Menschen“, sagt Antje Wohmann. „Jeder Patient bringt seine eigene Geschichte mit, seine Sorgen, seine Ängste, aber auch seine Hoffnung. Unser Ziel ist es, diesen Menschen wieder Sicherheit zu geben – körperlich, seelisch und im Alltag.“

Der Standort Ronneburg bietet dafür besondere Voraussetzungen. Bereits 1906 wurde der Grundstein für das Krankenhaus Ronneburg gelegt. Mehr als 100 Jahre später entwickelt sich der Standort als moderner Medizincampus und Kompetenzzentrum für Altersmedizin, Rehabilitation und Pflege weiter. Auf dem Gelände befinden sich heute die Fachklinik für Geriatrie, die geriatrische Rehabilitation und das Pflegeheim. Behandlung, Rehabilitation, Pflege und Betreuung greifen eng ineinander. Für Patienten bedeutet das kurze Wege, gut abgestimmte Übergänge und eine Versorgung, die nicht an einer Tür endet.
Das Besondere an der Klinik ist nicht nur die medizinische und pflegerische Spezialisierung, sondern auch die Lage und Atmosphäre. Die altersgerecht angelegte Außenanlage bietet den geriatrischen Patienten sowie Pflegeheimbewohnern Raum zum Durchatmen, Bewegen und Verweilen.
Diese familiäre Atmosphäre prägt auch den Arbeitsalltag. In Ronneburg kennt man sich. Man hilft sich. Man arbeitet Hand in Hand. Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte, Auszubildende, Mitarbeitende mit Migrationshintergrund, Ärzte, Therapeuten und Sozialdienst ziehen gemeinsam an einem Strang. Und das spüren auch die Patienten, was gerade auch den älteren Menschen Sicherheit gibt.
„Was Ronneburg für mich so besonders macht, ist dieses eingespielte, fast familiäre Miteinander“, sagt Antje Wohmann. „Wir halten zusammen, auch wenn Tage schwer sind. Wir respektieren uns, wir motivieren uns, wir springen füreinander ein. Und trotz aller Belastung bleibt der freundliche, würdevolle Umgang miteinander erhalten. Darauf bin ich sehr stolz.“
Auch das Umfeld macht Ronneburg zu einem attraktiven Standort – für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter. Die Klinik ist gut über die Autobahn erreichbar. In unmittelbarer Nähe befinden sich eine fußläufig erreichbare Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten, Parkanlagen, Spielplätze und ein Schwimmbad. Die „Neue Landschaft Ronneburg“, das ehemalige Bergbaugebiet und heutige Landschaftspark-Areal, bietet mit großem Rosengarten und der bekannten Spannbandhängebrücke „Drachenschwanz“ ein besonderes Ausflugsziel für Einheimische, Angehörige, Besucher und Touristen.
Für Mitarbeiter, die überlegen, nach Ronneburg zu ziehen, ist das ein echter Pluspunkt. Der Standort verbindet eine herzliche berufliche Tätigkeit mit einem lebenswerten Umfeld: kurze Wege, Natur, Familienfreundlichkeit, Erholungsmöglichkeiten und eine gute regionale Anbindung. Ronneburg ist nicht nur ein Arbeitsplatz. Ronneburg kann ein Zuhause werden.

Doch so persönlich die Geschichte von Antje Wohmann ist, so sehr steht sie zugleich für eine größere Entwicklung. Die Geriatrie gewinnt angesichts einer älter werdenden Gesellschaft weiter an Bedeutung. Gleichzeitig stehen Krankenhäuser vor großen gesundheitspolitischen Herausforderungen: Krankenhausreform, neue Leistungsgruppen, wirtschaftlicher Druck und der anhaltende Fachkräftemangel verändern die Rahmenbedingungen spürbar. Die Krankenhausreform sieht unter anderem Leistungsgruppen, Qualitätsvorgaben und ein neues Vergütungsmodell mit Vorhalteanteilen vor. Auch der Bedarf an Pflegepersonal bleibt hoch und wird durch Demografie und medizinischen Fortschritt weiter steigen.
Für Antje Wohmann ist diese Entwicklung im Arbeitsalltag längst spürbar. „Die Anforderungen an die Pflege sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen“, sagt sie. „Unsere Patienten kommen oft mit mehreren Erkrankungen, mit Unsicherheiten, Ängsten und sehr unterschiedlichen Lebenssituationen zu uns. Gerade in der Geriatrie braucht es deshalb Zeit, Geduld, fachliches Wissen und ein gutes Miteinander aller Berufsgruppen. Wir müssen medizinisch und pflegerisch sehr aufmerksam sein, aber zugleich den Menschen in seiner ganzen Lebensgeschichte sehen. Das ist anspruchsvoll, aber genau darin liegt auch der Sinn unserer Arbeit. Wenn ein Patient wieder sicherer läuft, wieder Vertrauen fasst oder nach einer schweren Erkrankung ein Stück Selbstständigkeit zurückgewinnt, dann wissen wir, warum wir diesen Beruf machen.“

Auch Dr. Tommy Jehmlich, Geschäftsführer der Kreiskrankenhaus Greiz-Ronneburg GmbH, sieht in Antje Wohmann eine prägende Persönlichkeit für den Standort Ronneburg. „Antje Wohmann steht mit ihrer Erfahrung, ihrer fachlichen Klarheit und ihrer menschlichen Art beispielhaft für das, was unsere Geriatrie in Ronneburg ausmacht“, sagt Dr. Jehmlich. „Sie kennt die Pflege aus jahrzehntelanger Praxis, übernimmt Verantwortung und führt ihr Team mit großem Engagement. Gerade in Zeiten, in denen Krankenhäuser und Pflegebereiche vor erheblichen Herausforderungen stehen, sind Menschen wie sie von besonderer Bedeutung. Sie geben Orientierung, schaffen Zusammenhalt und tragen dazu bei, dass unsere Patienten verlässlich und würdevoll versorgt werden.“

Gerade deshalb ist es ein wichtiges Signal, dass der Standort Ronneburg weiterentwickelt und ausgebaut wird. Die Fachklinik für Geriatrie ist Teil eines wachsenden Kompetenzzentrums für Altersmedizin, Rehabilitation und Pflege und damit auch für die Zukunft sicher und verlässlich aufgestellt. Für Mitarbeiter bedeutet das Perspektive, Stabilität und die Möglichkeit, einen Standort aktiv mitzugestalten, der in einer älter werdenden Gesellschaft weiter an Bedeutung gewinnt. Wer Teil des Teams in Ronneburg wird, entscheidet sich für einen Arbeitsplatz mit Sinn, Zusammenhalt und Perspektive. Für ein Haus, in dem Menschlichkeit zählt. Für einen Standort, der wächst und für die Zukunft sicher aufgestellt ist. Und für ein Team, das neue Kollegen dringend braucht und herzlich willkommen heißt. Interessierte Bewerber können sich über die Homepage des Kreiskrankenhauses Greiz-Ronneburg GmbH über offene Stellen informieren. Aktuell wird zudem eine Willkommensprämie in Höhe von 3.000 Euro angeboten.

Antje Wohmann hat für die Zukunft einen klaren Wunsch: „Ich wünsche mir, dass der Standort Ronneburg erhalten, gestärkt und weiterentwickelt wird. Vor allem aber empfinde ich große Dankbarkeit gegenüber unseren Mitarbeitern, die jeden Tag mit Engagement, Herz und Verantwortungsbewusstsein für unsere Patienten da sind
— in der Pflege ebenso wie in all den Bereichen, die oft im Hintergrund wirken: in Küche, Hauswirtschaft, Haustechnik, Verwaltung, Reinigung und allen weiteren Diensten, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Ich wünsche mir, dass diese Arbeit die Anerkennung erhält, die sie verdient. Und ich wünsche mir Menschen, die mit Herz, Verstand und Mut zu uns kommen. Menschen, die gemeinsam mit uns ältere Patienten begleiten und ihnen ein Stück Lebensqualität zurückgeben wollen. Denn gemeinsam sind wir stark.“

Über den Standort Ronneburg
Die Fachklinik für Geriatrie in Ronneburg ist Teil eines wachsenden Kompetenzzentrums für Altersmedizin, Rehabilitation und Pflege. Auf dem Gelände befinden sich neben der Fachklinik auch die geriatrische Rehabilitation und das Pflegeheim. Die enge Verzahnung von medizinischer Behandlung, therapeutischer Förderung, pflegerischer Unterstützung und sozialdienstlicher Begleitung ermöglicht eine ganzheitliche Versorgung älterer Menschen.
Der Standort verbindet fachliche Kompetenz mit persönlicher Atmosphäre, modernen Patientenzimmern, altersgerechten Außenanlagen und einem lebenswerten Umfeld in Ronneburg. Im Mittelpunkt stehen Selbstständigkeit, Lebensqualität, Würde und Menschlichkeit.