Sicherheit rund um die Uhr

Kreiskrankenhaus Greiz-Ronneburg als Lokales TraumaZentrum ausgezeichnet

Wenn jede Minute zählt, ist Verlass auf höchste medizinische Kompetenz entscheidend. Die Kreiskrankenhaus Greiz-Ronneburg GmbH hat bewiesen, dass sie diesen Anspruch erfüllt. Mit der erfolgreichen Zertifizierung als Lokales TraumaZentrum wurde die hohe Qualität in der Versorgung schwerstverletzter Patienten offiziell bestätigt.
„Dieses Ergebnis ist für uns Anerkennung und Ansporn zugleich. Es zeigt, dass wir als Notfallversorger in der Region eine zentrale Rolle einnehmen und dieser Verantwortung jederzeit gerecht werden“, betont Dr. med. Mario Dietzel, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Denn die Versorgung schwerverletzter Patientinnen und Patienten ist eine der größten Herausforderungen in der Medizin. Hier muss jeder Handgriff sitzen. Vom Rettungsdienst über die Notaufnahme bis in den Operationssaal und die Intensivstation müssen alle Abläufe perfekt ineinandergreifen. Modernste Medizintechnik ist dabei ebenso wichtig wie erfahrene Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte, die im Ernstfall schnell, sicher und gemeinsam handeln. Genau dieses enge Zusammenspiel ist das Fundament der sogenannten Traumanetzwerke, die von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) aufgebaut wurden. Ihr Ziel: dass schwerverletzte Menschen überall in Deutschland schnell und auf gleichbleibend hohem Niveau behandelt werden können.
Die Anforderungen an ein solches Traumazentrum sind sehr hoch. Ein Krankenhaus muss dafür zahlreiche strenge Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören ausreichend ausgestattete Notaufnahmen, Operationssäle, Intensivbetten, ein Hubschrauberlandeplatz und vor allem speziell geschultes medizinisches Personal aus verschiedenen Fachbereichen, das rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche einsatzbereit ist. Nur wenn all diese Bedingungen erfüllt sind, kann eine Klinik zertifiziert werden.
Oberärztin Dr. med. Susann Grimm, die gemeinsam mit der Qualitätsbeauftragten Heike Hempel die Zertifizierung im Vorfeld koordinierte, unterstreicht die Bedeutung der kontinuierlichen Qualitätssicherung: „Alle Kliniken im Traumanetzwerk, und damit auch unser Haus, beteiligen sich am bundesweiten Traumaregister. Dort werden die Behandlungsdaten schwerverletzter Patienten vom Unfallort bis zur Entlassung standardisiert erfasst. Das schafft Transparenz, unterstützt die Forschung und hilft uns, unsere Abläufe stetig weiter zu verbessern.“
Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bietet dabei weit mehr als die Akutversorgung nach schweren Unfällen. Behandelt werden unter anderem Frakturen, Verletzungen von Gelenken und viele weitere Erkrankungen des Bewegungsapparates. Auch geplante Operationen gehören zum Leistungsspektrum – etwa der Einsatz künstlicher Gelenke, handchirurgische Eingriffe oder arthroskopische Operationen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf modernen und möglichst schonenden Operationsverfahren. Minimalinvasive Techniken helfen dabei, das Infektionsrisiko zusenken, Schmerzen nach dem Eingriff zu verringern und die Heilung zu beschleunigen. Für die Patienten bedeutet das vor allem eines: schneller wieder auf die Beine zu kommen, beweglich zu werden und Lebensqualität zurückzugewinnen.
Damit dies gelingt, arbeiten die Fachbereiche interdisziplinär eng zusammen. Dazu gehören die Gefäß-. Viszeral- und Allgemeinchirurgie, Neurochirurgie, Anästhesie und Intensivtherapie, Notfallmedizin, Innere Medizin, Radiologie, Physio- und Ergotherapie und Schmerztherapie. Auch die Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten sorgt dafür, dass die Behandlung nicht mit dem Krankenhausaufenthalt endet, sondern die Nachsorge lückenlos weitergeführt wird.
Für Dr. Tommy Jehmlich, Geschäftsführer des Hauses, ist die Zertifizierung deshalb ein starkes Signal: „Mit der Auszeichnung als Lokales TraumaZentrum zeigen wir, dass die Menschen in unserer Region sich auch in schwersten Situationen auf uns verlassen können. Unser Anspruch ist es, medizinische Versorgung auf höchstem Niveau zu bieten – kompetent, menschlich, verlässlich und zu jeder Tages- und Nachtzeit.“