Wenn das Herz aus dem Takt gerät, die Luft plötzlich knapper wird oder ein ungewohnter Druck in der Brust entsteht, ist die Verunsicherung oft groß. Hinter solchen Beschwerden können harmlose Ursachen stecken, sie können aber auch ein Hinweis auf eine ernsthafte Herzerkrankung sein. Umso wichtiger ist eine frühzeitige und verlässliche Abklärung. Im Kreiskrankenhaus Greiz steht Patienten dafür eine leistungsfähige Kardiologie unter der Leitung von Chefarzt Norbert Hiemann zur Verfügung.
Die Kardiologie ist ein wesentlicher medizinischer Schwerpunkt des Hauses und bietet eine umfassende Versorgung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen direkt in der Region. Behandelt werden unter anderem Patienten mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche und Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Ziel ist es, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, individuell zu behandeln und die Patienten gemeinsam mit Hausärzten und niedergelassenen Fachärzten langfristig zu begleiten.
„Unser Anspruch ist es, unseren Patienten eine hochwertige kardiologische Versorgung möglichst wohnortnah anzubieten. Viele Untersuchungen und Behandlungen können wir hier in Greiz auf hohem medizinischem Niveau durchführen. Das erspart den Menschen unnötig weite Wege und gibt ihnen die Sicherheit, auch in ihrer Heimatregion gut versorgt zu sein“, sagt Chefarzt Norbert Hiemann.
Für die Diagnostik stehen unter anderem EKG-Untersuchungen, Belastungsuntersuchungen und moderne Ultraschallverfahren des Herzens zur Verfügung. Ist eine genauere Beurteilung der Herzkranzgefäße notwendig, kann eine Untersuchung im Herzkatheterlabor erfolgen. Dabei lassen sich verengte Herzkranzgefäße bei entsprechender medizinischer Indikation unmittelbar behandeln.
„Man sollte Beschwerden wie wiederkehrende Luftnot, Herzrasen, Herzstolpern oder eine deutlich nachlassende Belastbarkeit ernst nehmen. Je früher wir eine Erkrankung erkennen, desto besser sind in vielen Fällen die Behandlungsmöglichkeiten“, erklärt Herr Hiemann.
Für die kardiologische Versorgung steht ein erfahrenes Team aus mehr als vier Kardiologen und fünf Mitarbeitern im Funktionsbereich zur Verfügung. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Diagnostik und Behandlung mittels Herzkatheter. Der Herzkathetermessplatz am Standort Greiz ist seit 2010 in Betrieb und wurde 2021 umfassend modernisiert. Die Weiterentwicklung des Bereichs ist bereits geplant. Perspektivisch sollen zwei moderne Eingriffsplätze zur Verfügung stehen. Damit möchte das Krankenhaus zusätzliche Behandlungskapazitäten schaffen und weitere moderne kardiologische Verfahren in Greiz ermöglichen.
Besonders wichtig ist die Kardiologie auch bei akuten Notfällen. Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute, denn ein verschlossenes Herzkranzgefäß muss schnellstmöglich wieder geöffnet werden, um den Herzmuskel vor dauerhaften Schäden zu schützen. Das Kreiskrankenhaus Greiz hält deshalb die Herzkatheterversorgung 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche und 365 Tage im Jahr vor.
Die Teilnahme der Kardiologie in das Thüringer Infarktnetzwerk ThIN unterstreicht diese Bedeutung für die Notfallversorgung in der Region. Inzwischen sind 21 Kliniken Teil des Netzwerks. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Versorgung von Herzinfarktpatienten vom ersten Kontakt mit dem Rettungsdienst bis zur Behandlung im Krankenhaus weiter zu verbessern.
„Die Mitgliedschaft im Thüringer Infarktnetzwerk ist für uns Anerkennung und Ansporn zugleich. Wir wollen gemeinsam mit den anderen Kliniken dazu beitragen, Behandlungsabläufe weiter zu optimieren und die kardiovaskuläre Sterblichkeit in Thüringen langfristig zu senken“, betont Herr Hiemann. Ein wichtiges Thema bleibt dabei die digitale Vernetzung. Befunde und EKG-Daten sollten zwischen Rettungsdienst, niedergelassenen Ärzten und Krankenhaus möglichst schnell und unkompliziert verfügbar sein. Gerade in zeitkritischen Situationen kann ein frühzeitiger Informationsaustausch die Behandlung zusätzlich beschleunigen.
Auch die zunehmende Ambulantisierung verändert die kardiologische Versorgung. Zahlreiche planbare Untersuchungen können bei medizinisch geeigneten Patienten heute ambulant, also ohne Übernachtung im Krankenhaus, oder mit einem deutlich verkürzten Aufenthalt durchgeführt werden. In vielen Fällen können Patienten bereits am Tag der Untersuchung wieder in ihr gewohntes häusliches Umfeld zurückkehren.
Bei besonders komplexen Herzerkrankungen arbeitet das Kreiskrankenhaus Greiz außerdem eng mit dem Universitätsklinikum Jena zusammen. Ist eine hoch spezialisierte interventionelle oder herzchirurgische Behandlung notwendig, können Befunde abgestimmt und die weitere Versorgung gezielt vorbereitet werden.
Patienten können sich auch für geplante Untersuchungen an die kardiologische Funktionsabteilung wenden. In der Regel ist hierfür ein Einweisungsschein des behandelnden Hausarztes erforderlich. Vorhandene Laborwerte, aktuelle EKG-Befunde und relevante Arztberichte sollten zur Untersuchung mitgebracht werden. Die Terminvereinbarung erfolgt über das Sekretariat der Kardiologie telefonisch unter 03661 46 3101 oder per E-Mail an kardiologie@hospital-greiz.de.
„Unser Wunsch ist, dass die Menschen in Greiz und der Region wissen, welche Möglichkeiten ihnen hier vor Ort zur Verfügung stehen. Niemand sollte notwendige Untersuchungen aus Sorge vor langen Wegen oder aufwendigen Abläufen aufschieben. Wir möchten unseren Patienten moderne Herzmedizin mit Erfahrung, persönlicher Betreuung und kurzen Wegen bieten“, fasst Norbert Hiemann zusammen.
Moderne Herzmedizin in Greiz nah am Patienten und rund um die Uhr




