„Das falsche Blut kann töten“

Neue Transfusionsverantwortliche sorgt für maximale Sicherheit am Kreiskrankenhaus Greiz

Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu schweren Zwischenfällen durch falsch verabreichte Bluttransfusionen – in seltenen Fällen mit tödlichem Ausgang. Um genau solche Fehler zu verhindern, setzt das Kreiskrankenhaus Greiz konsequent auf höchste Sicherheitsstandards: Seit Dezember hat MUDr. Radka Roth die Funktion der Transfusionsverantwortlichen übernommen.
Bluttransfusionen retten Leben – vorausgesetzt, jede einzelne Konserve wird korrekt geprüft, gelagert und dem richtigen Patienten zugeordnet. Schon kleinste Verwechslungen können dramatische Folgen haben.
Als Transfusionsverantwortliche überwacht Frau Roth alle Abläufe rund um den Einsatz von Blutprodukten im Krankenhaus. Dazu gehören klare Standards, regelmäßige Kontrollen und die kontinuierliche Schulung des medizinischen Personals. Transfusionen dürfen ausschließlich dann erfolgen, wenn sie medizinisch notwendig sind und alle Sicherheitskriterien erfüllt sind. Die Qualität der Blutprodukte selbst liegt dabei in der Verantwortung der Blutbank.
Ein wichtiger Baustein zur Fehlervermeidung ist auch die technische Absicherung im Haus. Moderne Blutkühlschränke mit Zugriffskontrolle stellen sicher, dass Blutkonserven nicht versehentlich vertauscht werden können. Kommt es dennoch zu Unregelmäßigkeiten oder Beinahe-Fehlern, werden diese systematisch analysiert. Ziel ist es, aus jedem Vorfall zu lernen und Abläufe weiter zu verbessern. Frau Roth arbeitet dabei eng mit den Stationen, dem Labor sowie der Pflege zusammen.
„Jede Blutkonserve muss höchsten Standards entsprechen - von der Auswahl über die Lagerung bis zur Transfusion. Wir legen besonderen Wert darauf, diese Qualität lückenlos zu überwachen und sicherzustellen, dass Blutprodukte verantwortungsvoll und nach klaren Vorgaben eingesetzt werden. Für die Zukunft erhoffe ich mir, dass wir in Zusammenarbeit mit den ärztlichen und pflegerischen Kollegen diese Qualität aufrechterhalten und vorantreiben können.“, betont Frau Roth.
Auch die Geschäftsführung unterstreicht die Bedeutung dieser Funktion: „Mit der Transfusionsverantwortlichen schaffen wir Verbindlichkeit und Transparenz entlang der gesamten Prozesskette – von der Bestellung bis zur Nachbeobachtung. Das steigert die Qualität, senkt Risiken und nutzt Ressourcen verantwortungsvoll“, erklärt Geschäftsführer Dr. Tommy Jehmlich.
Mit der Neubesetzung der Funktion setzt das Kreiskrankenhaus Greiz ein klares Zeichen, denn Patientensicherheit hat höchste Priorität. Durch klare Verantwortlichkeiten, regelmäßige Schulungen und moderne Technik sieht sich das Haus gut aufgestellt, um auch künftig höchste Standards in der medizinischen Versorgung zu gewährleisten.