Das Krankenhaus ist ein Ort der medizinischen Versorgung, der Behandlung und der Hoffnung. Zugleich erleben Menschen hier Situationen, die sie emotional stark belasten können. Eine Diagnose kann verunsichern, eine Therapie kräftezehrend sein, ein Aufenthalt viele Fragen aufwerfen. Auch Angehörige und Mitarbeitende werden im Klinikalltag immer wieder mit Momenten konfrontiert, in denen Begleitung, Trost und ein offenes Ohr wichtig sind.
In solchen Situationen kann Seelsorge Halt geben. Sie schafft Raum für Gespräche, für Sorgen und Fragen, für Stille, Trost und Zuversicht. In der Kreiskrankenhaus Greiz-Ronneburg GmbH gibt es dafür seit Kurzem wieder eine feste Ansprechpartnerin: Pfarrerin Eva Hohmuth übernimmt die Klinikseelsorge am Standort Greiz. Sie begleitet Patienten, Angehörige sowie Mitarbeitende – unabhängig von religiöser Bindung oder Weltanschauung. Alle Gespräche sind vertraulich und unterliegen der seelsorglichen Schweigepflicht.
Eva Hohmuth ist evangelische Pfarrerin im Kirchenkreis Greiz und in der Regel dienstags von 9 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 12 bis 16 Uhr im Haus anzutreffen. In dieser Zeit besucht sie die Stationen, bietet Gespräche in den Patientenzimmern an oder kommt dorthin, wo sie gebraucht wird.
„Ich möchte den Patienten, Angehörige und Mitarbeitern im Krankenhaus Greiz begleiten, ihnen zuhören und ihnen in belastenden Situationen zur Seite stehen“, sagt Eva Hohmuth. „Das kann im persönlichen Gespräch geschehen, durch ein Gebet oder einen Segen, aber auch in einem ruhigen Moment im Raum der Stille. Entscheidend ist, dass Menschen einen Ort und eine Ansprechpartnerin finden, wenn sie Unterstützung brauchen.“
Zur seelsorglichen Begleitung gehören persönliche Gespräche ebenso wie christliche Rituale, sofern diese gewünscht werden. Dazu zählen Gebet, Beichte, Segen und Salbung sowie das Abendmahl. Wichtig ist Eva Hohmuth dabei, dass Seelsorge ein offenes Angebot bleibt: Sie ist Einladung, nicht Voraussetzung; Begleitung, nicht Bewertung.
Auch in seelsorglichen Notfällen versucht sie, zeitnah zu reagieren. Wer ein Gespräch wünscht oder ein Anliegen hat, kann Eva Hohmuth direkt kontaktieren oder das Pflegepersonal auf der Station bitten, sie zu benachrichtigen. Im Raum der Stille im 1. Obergeschoss auf der Magistrale befindet sich außerdem ein Briefkasten, in dem Kontaktdaten und Anliegen vertrauensvoll hinterlassen werden können.
Eva Hohmuth ist 28 Jahre alt und stammt aus Werdau. Sie studierte Theologie in Leipzig und absolvierte während dieser Zeit bereits eine Klinische Seelsorgeausbildung an der Medizinischen Hochschule Hannover. Anschließend folgte die praktische Ausbildung zur Pfarrerin in der Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde in Leipzig-Gohlis. Seit dem 1. Juni ist sie in ihrer ersten Pfarrstelle im Kirchenkreis Greiz tätig. Neben der Klinikseelsorge arbeitet sie in den Gemeinden der Region Greiz.
Auch persönliche Erfahrungen prägen ihren Blick auf das Krankenhaus. Sie kennt die Institution nicht nur aus beruflicher Perspektive, sondern auch als Patientin. Dadurch weiß sie um die Verletzlichkeit, die ein Krankenhausaufenthalt mit sich bringen kann – und zugleich um die Bedeutung von Schutz, Achtsamkeit und menschlicher Nähe.
In ihrer Freizeit macht Eva Hohmuth gern Musik, spielt mit Leidenschaft Fußball und findet gelegentlich Zeit für ihre Häkelprojekte. Ihre offene und zugewandte Art möchte sie auch in ihre Arbeit im Kreiskrankenhaus Greiz einbringen.
„Ich lade alle Patienten, Angehörigen und Mitarbeiter herzlich ein: Sprechen Sie mich einfach an“, sagt sie. „Ob es um ein schweres Thema geht, um einen stillen Moment, ein Gebet oder einfach um ein Gespräch von Mensch zu Mensch – ich bin gern für Sie da.“
Zur Vorstellung der Klinikseelsorge lädt Eva Hohmuth am 16. Juli von 14:30 bis 15:00 Uhr in den großen Konferenzraum des Kreiskrankenhauses Greiz ein. Die Veranstaltung ist entsprechend ausgeschildert. Während dieser Zeit ist das Parken kostenfrei.




